
Die SACEM ist die Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger. Sie verwaltet die Urheberrechte aller Künstler und Musikproduzenten und gewährleistet so eine faire Vergütung für die Nutzung musikalischer Werke im öffentlichen und kommerziellen Bereich. Da Ihr Unternehmen dazu gehört, sind Sie verpflichtet, eine Gebühr an die SACEM für Ihr Restaurant zu zahlen. Die Nichtzahlung oder die unerlaubte Verbreitung eines urheberrechtlich geschützten Werkes gilt als Straftat und wird mit einer hohen Geldstrafe geahndet.
Alle Lieder, die Sie kennen (weil sie im Radio, in Werbespots oder Filmen gespielt werden), unterliegen der SACEM. Es gibt jedoch eine Ausnahme: lizenzfreie Musik (oft etwas abfällig als "Fahrstuhlmusik" bezeichnet). Dabei handelt es sich um Werke, deren Autoren nicht Mitglieder der SACEM sind und die auf ihre Urheberrechte verzichtet haben.
Letztendlich ist der Preis für ein Abonnement eines lizenzfreien Musikdienstes gleichwertig oder oft sogar viel teurer als der eines Musikdienstes, der bekannte Titel verbreitet. Die Nachteile von lizenzfreier Musik sind zahlreich:
Die SACEM bietet Restaurants verschiedene Preise an. Um eine Kostenschätzung zu erhalten, müssen Sie eine Online-Erklärung auf der SACEM-Website abgeben. Die Berechnung der Tarife basiert auf verschiedenen Faktoren:
In Paris zum Beispiel muss ein Restaurant mit 30 oder weniger Sitzplätzen 487,02 € pro Jahr zahlen, während ein Restaurant mit mehr als 100 Plätzen 857,67 € an Gebühren pro Jahr zahlt.
Wenn Sie Musik in Ihrem Restaurant verbreiten möchten, können Sie keine öffentlichen Streaming-Dienste wie YouTube, Spotify, Deezer, Qobuz oder Apple Music nutzen. Wie in ihren AGB angegeben, sind ihre kostenpflichtigen Abonnements nur für den privaten und nicht für den kommerziellen Gebrauch bestimmt.
Auch wenn Ihr Restaurant ein "Premium"-Abonnement bei Spotify, Deezer oder anderen bezahlt und auch wenn Sie eine Gebühr an die SACEM zahlen, ist es nicht legal, diese Plattformen in Ihrem Lokal zu verbreiten. Diese öffentlichen Plattformen besitzen einfach nicht die notwendigen Rechte für eine Verbreitung in einem öffentlichen Raum zu kommerziellen Zwecken.
Die legalen Dienste für die Gastronomie sind auf der Website der SACEM für Profis aufgeführt. Hier ist eine unvollständige Liste:
Bei besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Hochzeiten müssen Sie einen speziellen SACEM-Tarif für Einrichtungen in Anspruch nehmen, insbesondere wenn ein DJ anwesend ist oder eine Band Live-Musik spielt. Die Silvesterfeiern (24. und 31. Dezember) unterliegen ebenfalls einer speziellen Preisgestaltung.
Bevor Sie Musik in Ihrem Restaurant spielen, müssen Sie eine Gebühr an die SACEM entrichten. Die SACEM muss nämlich ihre vorherige Zustimmung geben, damit Sie Musik verbreiten können. Dies geschieht recht einfach per E-Mail, online, per Post oder telefonisch. Beachten Sie, dass lizenzfreie Musik nicht bei der SACEM angemeldet werden muss.
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